Weingartenbearbeitung
Bei der Arbeit im Weingarten sind wir stets bemüht nachhaltig und hochqualitativ zu produzieren. Wir versuchen den Boden mit all den Mikroorganismen, Pflanzen und Insekten, die zusätzlich zu den Reben im Weingarten ein Zuhause finden, am Leben zu erhalten und zu pflegen. Darum suchen wir permanent nach neuen physikalischen und biologischen Systemen zur Weingartenpflege. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Mykorrhiza-Pilze, die in Symbiose mit der Rebe leben und helfen wichtige Nährstoffe pflanzenverfügbar zu machen. Andererseits versuchen wir auch durch die richtige Begrünung mehr Vielfalt und mehr Humus in den Boden zu bringen. Eine höhere Biodiversität ist gegen Pflanzenpathogene viel besser geschützt. 

Unsere Weingärten sind ganzjährig begrünt und werden 3-4  mal im Jahr gemulcht. Hierbei verwenden wir ein alternierendes Mulchsystem, bei dem jeweils immer jede zweite Reihe gemulcht wird. Das garantiert ein Blühen und Aussamen der Pflanzen. Nach drei Jahren Umstellung auf biologische Bewirtschaftung, hatten wir mit 2012 unsere erste offizielle biologische Ernte.

In fast allen Weingärten findet sich die Guyot-Erziehung als Doppelstockpflanzung mit einer Dichte von ca. 4500-5000 Stöcken am Hektar. In einem Weingarten laufen gerade vielversprechende Versuche mit Zapfenkordon-Doppelstock. Um unsere Qualität zu steigern wird in bestimmten Lagen ausgedünnt. Dabei wird durch Reduzierung des Ertrages, die Qualität in den verbleibenden Beeren gesteigert. Gestartet wird kurz nach der Blüte, manchmal sogar in der Blüte, um den Ertrag auf ca. 3000-4000 kg am Hektar oder weniger zu senken.